Ultraleicht-Fluglehrer-Assistenten-Lehrgang (2046)

Beschreibung:

Der angehende Fluglehrer sollte durch sein theoretisches Wissen und praktisches Können eine Vorbildfunktion einnehmen. Aufbauend auf seine Vorkenntnisse erfolgen an einer Flugschule eine theoretische und eine praktische Ausbildung. Um einen Ausbildungslehrgang erfolgreich abschließen zu können, sollte eine mögliche Teilnahme mindestens in der vorangegangenen Flugsaison besprochen worden sein, damit sich der Bewerber ausreichend auf den Ausbildungslehrgang vorbereiten kann.

Zur praktischen Vorbereitung gehören insbesondere einige Flüge auf dem Fluglehrersitz.

Um auf die Lehrproben gut vorbereitet zu sein, sollte der angehende Fluglehrer unter Aufsicht eines anderen Lehrers schon den einen oder anderen Theorieunterricht vorbereitet und gehalten haben.



Die fachlichen Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Auswahlprüfung vor einem Prüfungsausschuss zur Teilnahme an einem UL–Fluglehrer–Assistenten–Lehrgang sind:

1. eine entsprechende unbeschränkte Erlaubnis für Luftsportgeräteführer, mit eingetragener Passagierflugberechtigung.
2. die Berechtigung zur Ausübung des Sprechfunkdienstes (BZF oder AZF)
3. eine praktische Tätigkeit als Luftsportgeräteführer.

Vor Stellung des Antrages zur Teilnahme an einer Auswahlprüfung müssen folgende Unterlagen vorliegen:

1. ein fliegerischer Lebenslauf
2. eine Erklärung über schwebende Strafverfahren und ein Führungszeugnis gemäß § 30 des Bundeszentralregistergesetzes.

Zusätzlich müssen nachstehende Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Eine Flugzeit von mindestens 150 Stunden als verantwortlicher Flugzeugführer* auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen, einmotorigen kolbenmotorgetriebenen Landflugzeugen, Reisemotorseglern oder Segelflugzeugen nach Erteilung der jeweiligen Lizenz vor Stellung des Antrages; darin müssen
2. mindestens 20 Stunden Flugzeit auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen nach Erteilung der UL-Lizenz und
3. mindestens 1 Überlandflug mit einer einfachen Entfernung von 200 km mit UL enthalten sein.

*) Verantwortlicher Luftfahrzeugführer ist derjenige, welcher vom dafür bestimmten Sitz des 1. Piloten mit einer gültigen Erlaubnis (Luftfahrerschein) das Luftfahrzeug führt.

Der Erwerb der Berechtigung zur praktischen Ausbildung von Luftsportgeräteführern setzt eine Auswahlprüfung vor einem vom DAeC – Luftsportgeräte-Büro anerkannten Prüfungsrat innerhalb von 24 Monaten vor Antragstellung voraus. Die Auswahlprüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Der theoretische Teil der Auswahlprüfung besteht aus einer 3-stündigen schriftlichen Prüfung, in der Kenntnisse des Bewerbers in den nachfolgenden Sachgebieten überprüft werden:

- Luftrecht

- Navigation

- Meteorologie

- Technik, Aerodynamik

- Verhalten in besonderen Fällen

- Menschliches Leistungsvermögen

Der praktische Teil besteht aus einer Flugprüfung von einer Stunde Dauer.

Lernziele:

Erlangung des Fluglehrer-Assistenten Status

Umfang der Berechtigung

Der Fluglehrer-Assistentenstatus berechtigt, unter Aufsicht des Ausbildungsleiters oder einem von ihm benannten erfahrenen Fluglehrer an einer vom DAeC–LSG–Büro zugelassenen Luftfahrerschule, zur Ausbildung oder Einweisung auf aerodynamisch gesteuerten ULF, auf denen der Assistent innerhalb der letzten 90 Tage mindestens 3 Starts und Landungen nachweisen kann.

Inhalt der Berechtigung

Während der Assistentenzeit muss der Bewerber an der Ausbildung von mindestens zwei Piloten-anwärtern beteiligt sein. Alle Ausbildungsabschnitte laut Ausbildungshandbuch müssen von ihm bei verschiedenen Flugschülern durchgeführt werden. Es ist ein Ausbildungsbuch zu führen, in dem zusätzlich, zu den für ein Flugbuch geforderten Angaben, die Art der Übungen mit dem Flugschüler sowie besondere Bemerkungen hervorgehen. Unter Vorlage des Ausbildungsbuches stellt der Bewerber den Antrag auf Eintrag der Lehrberechtigung in seinen Luftsportgeräteführerschein.

Inhalt:

Bestandteile der Ausbildung:

Der Ausbildungslehrgang zur Erlangung des Fluglehrer–Assistentenstatus umfasst eine theoretische Ausbildung und eine praktische Flugausbildung. Die Lehrgangsdauer beträgt 10 Tage ohne Unterbrechung.

Theoretische Ausbildung:

Die theoretische Ausbildung setzt die für UL–Piloten geforderten Kenntnisse voraus:

Während des Wochenendlehrgangs im Januar, dessen Besuch obligatorisch ist, werden dem Bewerber zusätzliche Kenntnisse vermittelt aus den Gebieten:

- Pädagogik in der Flugausbildung

- Theoretischer Flugunterricht

- Dokumentation und Ausbildungshandbuch

Für die Ausbildung von UL-Piloten ist der Lehrstoff der Fachgebiete

- Luftrecht, Luftverkehrs- und Flugsicherungsvorschriften

- Navigation

- Meteorologie

- Technik, Aerodynamik

- Verhalten in besonderen Fällen

- Flugfunk

aufzuarbeiten und so zu vertiefen, dass der Bewerber dem UL – Schüler die Zusammenhänge verständlich erklären kann. Die theoretische Ausbildung soll mindestens 60 Unterrichtseinheiten zu 45 Minuten umfassen.

Flugausbildung:

Die Flugausbildung setzt die für UL–Piloten geforderten Fähigkeiten in großer Präzision und Sicherheit voraus. Ziel der Ausbildung ist das Beherrschen des Fliegens (vom Sitz des Fluglehrers) und der sinngemäßen und methodisch sinnvollen Anwendung, der im theoretischen Fluglehrerunterricht und der Pädagogik vermittelten Kenntnisse, voraus. Es sollen alle, in den Richtlinien für die Ausbildung von UL–Piloten, geforderten Flugübungen nach methodisch–didaktischen Gesichtspunkten erfolgen. Die Flugübungen sollen mit einem Fluglehrer durchgeführt werden. Wiederholungsübungen können auch mit einem zweiten Lehrgangsteilnehmer geflogen werden. Der Umfang der Flugausbildung beträgt mindestens 6 Flugstunden zu 60 Minuten auf unterschiedlichen Ultraleichtflugzeugmustern.



Prüfung

Bestandteile der Prüfung

Die Prüfung zum Erwerb des Fluglehrer-Assistentenstatus umfasst eine theoretische Prüfung und eine Flugprüfung.

Theoretische Prüfung:

Die theoretische Prüfung besteht aus einer schriftlichen Prüfung und evtl. einer mündlichen Prüfung, sowie einer Lehrprobe. In der theoretischen Prüfung hat der Bewerber nachzuweisen, dass er die aufgeführten Themen beherrscht. Der Nachweis der Lehrbefähigung ist durch Ausarbeitung und Durchführung einer Lehrprobe zu erbringen.

Flugprüfung:

Die Flugprüfung ist mit einem ULF – Muster durchzuführen, das während der Fluglehrer–Assistenten Ausbildung verwendet wurde. Der Bewerber hat vom Fluglehrersitz aus die Tätigkeit des Fluglehrers auszuüben. Der Prüfungsflug ist mit einem Mitglied des Prüfungsrates durchzuführen, der auf dem Schülersitz tätig ist. Im Rahmen des Prüfungsfluges ist das sichere und präzise Beherrschen, der in den Richtlinien zur Ausbildung von UL Piloten geforderten Flugübungen, nachzuweisen. Durch die Simulation typischer Schülerprobleme ist seine pädagogische Qualifikation zu prüfen.

Weitere Informationen:

Der Lehrgangspreis beinhaltet die Unterkunft direkt in den Unterkünften des Luftsportverbands auf dem Flugplatz Domberg und die Verpflegung während des Lehrgangs.

Nicht beinhaltet sind die Flug - und Prüfungsgebühren!

Kontakt:

Peter Hammann
Fasanenweg 7
66129 Saarbrücken
p.hammann@lsvrp.de
06751 8563242

Termine:

25.01.2020 10:00 - 26.01.2020 17:00
Bad Sobernheim Flugplatz Domberg - Pädagogikwochenende
15.06.2020 10:00 - 26.06.2020 16:00
Bad Sobernheim Flugplatz Domberg

Teilnahmegebühr:

UL-Fluglehrer-Assistenten-Lehrgang1600,00€
UL-Fluglehrer-Assistenten-Lehrgang - Camping1300,00€

Dokumente:

Sammelmappe1_2020

Anmeldung:

Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich, da die Anmeldefrist abgelaufen ist.