Flugsicherheitstraining Alpen - Gap (2154)

Beschreibung:

„Die Organisation der Veranstaltung durch den Luftsportverband Rheinland-Pfalz e.V, entbindet den einzelnen Teilnehmer nicht von seiner gesetzlichen Pflicht zur eigenverantwortlichen Flugvorbereitung und Flugdurchführung.

Bei den im folgenden angegeben Hinweisen, handelt es sich nur um Erfahrungen aus der Vergangenheit, ohne Aussage darüber, ob diese Empfehlungen während der Veranstaltung tatsächlich noch zutreffen.“

Wegen den unterschiedlichsten Anflugrouten der Teilnehmer treffen wir uns am südwestlichsten Punkt von Deutschland zum Ausflug nach Frankreich. Aus früheren Erfahrungen – auch aus Wettergründen – haben entfernter stationierte Teilnehmer den Anflug nach Bremgarten bereits am Vortag absolviert. Es gibt eine Reihe von gemütlichen Unterkunftsmöglichkeiten um Bremgarten herum, wo Gastwirte die Teilnehmer am Flugplatz abholen und am Abflugtag wieder herausfahren (die Flugleitung ist da behilflich).

Das Volltanken in Bremgarten sollte jeder umgehend vornehmen, damit es keine Staus gibt. Der jeweilige Gruppenführer prüft die Vollständigkeit seiner Gruppe und gibt den Flugplan auf. Wer zeitlich am Samstag knapp zur geplanten Abflugzeit in Bremgarten ankommen wird, sollte dies frühzeitig per Handy seinem Gruppenführer mitteilen oder so früh wie möglich über Funk an die Flugleitung Bremgarten melden. Die Maschinen einer Gruppe haben in etwa gleiche Reisefluggeschwindigkeiten, so dass beim Startvorgang keine zu großen Abstände eingehalten werden müssen. Sinnvollerweise rollen alle Maschinen einer Gruppe gemeinsam auf die Bahn und stellen sich versetzt auf. Nachdem der letzte der Gruppe aufgerollt und startbereit ist, meldet er dies dem Gruppenführer, damit dieser seinen Startlauf beginnen kann. Bis zum ersten Pflichtmeldepunkt zum Einflug nach Frankreich sind es nur fünf Minuten Flugzeit, so dass jeder Pilot sich seitlich links und rechts versetzt hinter die Führungsmaschine auf gleicher Höhe im Abstand von maximal 500 m einordnet. Der Funkwechsel kann von den einzelnen Gruppenmitgliedern nach verfolgt werden, er kann aber auch auf 130,430 für die ganze Strecke bis zum Zielort bleiben. Am jeweiligen Zielflugplatz muss auf jeden Fall die Platzfrequenz gerastet werden.

Auch bei gutem Wetter bleiben wir zunächst auf der eingezeichneten Route (Schlechtwetter-Route) entlang des Doubs-Flusses. Erst vor Besancon wird vermutlich nach Süden bei gutem Wetter abgekürzt. Die Tiefflugstrecken zwischen Besancon und Bourg sind am Wochenende nicht aktiv; am Donnerstag beim Rückflug müssen wir uns über die aktuellen Aktivitäten informieren.

In Bourg können wir mit größter Wahrscheinlichkeit die Landebahn 18 (es sei denn wir hätten Mistral) erwarten, so dass wir im Anflug östlich der Autobahn bleiben bis zum Queranflug (aus Lärmgründen) und dann alle mit langer Landung einschweben. Bitte im letzten Flugteil Abstände von ca. 1 km zum Vordermann einnehmen. Nach dem Abrollen nach rechts den Taxiway bis zur 1. Abzweigung zum Hallenvorfeld links abbiegen. Wer nicht tanken muss, bitte gegenüber den Hallen frühzeitig abparken; wer tanken will, am Tower und Gaststätte vorbei zur Tankstelle. Das Tanken hat bitte unbedingt Vorrang vor der Möglichkeit eines Imbiss in der Gaststätte. Wir werden uns wettermäßig in Bourg nochmals besprechen, um die weitere Einflugroute nach Süden festzulegen.

In jedem Fall geht es beim Weiterflug nach Süden durch den Korridor bei Lyon mit Höhenbeschränkung max. 4.500 ft zwischen den beiden Atomkraftwerken (oder darüber mit min 3.900 bzw. 4.000 ft MSL) hindurch bis La Tour du Pin. Bei gutem Wetter korrigieren wir hier den Kurs auf 155 Grad zum östlichsten Ende des Stausees (an die Kontrollzone von Grenoble St Geoirs schließt im Osten noch ein Luftraum D an) und haben bis Meldepunkt NE 4.400 ft MSL erreicht. Danach beginnen wir mit dem Steigflug auf etwa max. 6.400 ft um das Zentrum von Grenoble östlich zu umfliegen. Je nach Flugsichten ist dieser erste Alpeneinflug beeindruckend. Wir behalten unseren Kurs über das Grenoble-Tal bei, bis wir direkt nach Süden über die drei (vier) natürlichen Seen hinweg ins Drac-Tal einfliegen können. Falls die Basis bei Grenoble niedrig sein sollte, so geht es über Grenoble der Autobahn nach Süden entlang und das Drac-Tal über die Stauseen hinauf. Wir folgen aber dem Drac-Fluss nach Osten, bis wir südlich La Mure wieder die volle Talbreite benutzen können. (Beim Rückflug wählen wir eventuell den zweiten Weg hier über den Col de la Croix haute) Im Drac-Tal fliegen wir zwischen den Bergen, und je nach Windstärke kann es vielleicht etwas böiger sein. Eine maximale Höhe von 5.000 ft reicht, da die Passhöhe kurz vor Gap 4.500 ft beträgt.

Funkkontakt bzw. ATIS von Tallard werden wir erst erhalten, wenn wir um den Pic de Bure herum sind. Wir bleiben nördlich der Stadt bis zum Eisenbahnviadukt (Meldepunkt November 4.500 ft) und beginnen die Abstände von ca. 1 km zum Vordermann einzuhalten. Die Führungsmaschine wird den großen Bogen nach Osten im Sinkflug bis Echo1 mit 3.500 ft ausholen. Bitte hierbei nicht aufholen, sondern Abstände eventuell durch noch weiteres Ausholen unbedingt einhalten. Auch in Tallard werden wir zu 98 Prozent Südwind haben, so dass wir von Echo 1 aus weiter sinken auf 2.700 ft (Platzrundenhöhe) bis zum Queranflug (der Queranflug führt nördlich dem Ort Tallard und knapp südlich einer kleinen Bergkapelle vorbei). Wenn Sie die Abstände richtig eingehalten haben, so dreht der Nachfolgende in den Queranflug ein, wenn der Vorausfliegende ins Endteil geht. Für unsere sämtlichen Landungen in Gap-Tallard gilt es ausschließlich die große Asphaltbahn zu benutzen. Bei starkem Sprungbetrieb kann es sein, dass ihnen eine Pilatus entgegenlandet; diese bleibt aber dann links auf Gras!! Die kleine Asphalt-Minipiste ist dem Flugzeugschlepp vorbehalten. Denken sie daran: wieder lange Landung, sie haben 700 Meter Länge. Am Ende der Bahn nach rechts abrollen. Sie werden zum Abstellen vermutlich eingewunken.

Laden Sie Ihr Gepäck aus; es wird ein PKW hierfür den Pendeldienst zur Unterkunft übernehmen. Verankern Sie Ihr Flugzeug und gehen Sie an den Hallen vorbei nach Norden. An der Pilatuswerft links vorbei sehen sie im Hintergrund Ihre Unterkunft „Interhotel-LeCap“ (www.lecapresort.com / info@lecapresort.com).

Verhalten in Gap-Tallard:

Bitte in Gap-Tallard niemals in den westlichen Sektor einfliegen; dies ist ein sehr frequentierter Fallschirmsprungbereich. Die Platzrundenhöhen von 2.700 ft und östlich der Durance immer einhalten. Das ist abgestimmt mit Segelfliegern und Drachenfliegern, die unterschiedliche Gegenanflugbereiche und Flughöhen haben! Steigflüge immer erst nach der Platzrunde auf die Flughöhen von E1 3.500 ft oder S1 3.300 ft mit danach weiterem Steigflug über E, N oder S.

Sie werden anfangen, französisch zu lernen, da wir zwar in Gap mit Englisch zurechtkommen, aber auf den anderen Plätzen spricht man nur französisch. Sie werden beim englischen ansprechen dieser Plätze keine Antwort erhalten. Die meisten französischen Plätze haben keine Flugleitung, und die Piloten machen Selbstankündigung; wo sie sind, was sie vorhaben. Sie haben in Ihren Unterlagen die Platzrunde mit ihren Bezeichnungen. In Frankreich wird die Pistenangabe durchgezählt.

Der Franzose sagt „piste vingt" (20)

Sie melden: vent arriere piste vingt

später etape de base und dann finale piste vingt

was bei uns vernachlässigt wird, aber beim Franzosen wichtig: piste degagee (da bedankt sich der Flugleiter); der Funk bleibt bis zum Motorabstellen an; der letzte Funkspruch von Ihnen lautet: quitter la frequence.

Lernziele:

Ziel dieses Training ist die sichere Beherrschung eines Auslandsüberlandfluges mit der Einbeziehung von Wetterinformationen auch für die Folgetage, Flugplan, Fliegen unter FIS mit Freigabeanforderungen, terrestrische und Funknavigation, Start und Landung auf anspruchsvolleren Plätzen und unter besonderen Bedingungen.

Inhalt:

Jeweils um 09:00 Uhr treffen wir uns zum Briefing im Salle de Reunion im Hotel Residenciel.

Es erfolgt zunächst das Wetterbriefing für den jeweiligen Tag. Danach sind täglich jeweils kurze

Referate zu den Themen Fliegen in Frankreich/Fliegen im Hochgebirge/Flugtaktik und Routenwahl/Sprechfunkverkehr/Anflug auf Flughäfen vorgesehen.

Folgende Tagesausflüge sind möglich:

Gap - Barcelonette - St. Crepin - Gap Gesamtflugzeit ca. 2 Stunden

Wir fliegen von GAP nach Norden entlang der Durance zum Lac des Serre Poncon. Von dort folgen

wir der Ubaye (einem Nebenfluss der Durance) nach Barcelonette, dem Verwaltungszentrum des

Departements Alpes de Hautes Provence. Hier landen wir und setzen unseren Flug fort über den

Col de Vars nach Mont Dauphin St. Grepin. Hier landen wir wieder und fliegen nach GAP zurück.

Gap - Aspres - Aubenasson – Mont Ventoux - Sisteron – Gap Gesamtflugzeit ca. 1:40 Stunden

Wir fliegen nach Westen zum Flugplatz Aspres sur Buech (einem Platz mit gekreuzten Pisten und für

Trainingsflüge bestens geeignet). Dann setzen wir unseren Flug durchs Gebirge fort und folgen dem

Dromtal nach Aubenasson. Wir nehmen Kurs nach Süden zum Mont Ventoux (er gilt als heiliger Berg der Kelten). Von seinem Gipfel kann man bei gutem Wetter die höchsten Gipfel der Alpen und

der Pyrenäen sehen. Wir folgen einem Tal nach Osten nach Sisteron und kehren entlang der Durance

nach Gap zurück.

Gap - Hochebene von Digne - Lac des Ste. Croix - Le Luc - Ste. Tropez - Cannes (für UL statt Cannes ersatzweise Fayence). Gap Gesamtflugzeit ca. 3:30 Stunden

Wir verlassen GAP nach Süden und folgen östlich dem Tal der Durance vorbei an Sisteron und St. Auban. Wir überqueren die Hochebene von Digne und kommen zum Lac de Ste. Croix. Von dort überfliegen wir das VOR le Luc, um bei Saint Tropez ans Mittelmeer zu gelangen. Nach Osten passieren wir Frejus /Ste. Raphael und folgen dem Esterel Gebirge der Mittelmeerküste zum Flughafen Cannes/Mandelieu. Der Rückflug entscheidet sich nach Wetterlage. Ul-Flugzeuge biegen bei Frejus nach Norden ab und landen in Fayence (leider keine Zulassung für Cannes).

Gap - Alpe d’Huez - St. Crepin - Gap Gesamtflugzeit ca. 1:40 Stunden

Nach besonderer Einweisung am Morgen besteht für UL-Piloten die Möglichkeit in Alpe d’Huez

auf dem berühmten Altiport zu landen. Motorflieger können von GAP aus mit einen unserer berechtigten Fluglehrer dort landen. Ebenso ist ein Überflug mit Fortsetzung über Briancon nach St. Crepin möglich.

Weitere Touren auf Wunsch der Teilnehmer können jederzeit durchgeführt werden. Unsere Lehrer

sind für Trainingsflüge wie immer ohne zusätzliche Kosten für alle Teilnehmer da.

Weitere Informationen:

Jeder Teilnehmer ist für seine eigene Zimmerbuchung verantwortlich. Der Verband hat mit dem Hotelbesitzer im Le Cap www.lecapresort.com/fr/le-cap-resort/ entsprechende Konditionen im Vorfeld ausgehandelt. Diese Vergünstigung kann vom Hotel nur gewährt werden, wenn direkt beim Hotel gebucht wird und nicht über Booking.com oder ähnliche Plattformen. Bei der Buchung ist der Code "Le Baron Rouge" anzugeben. Da man an der Rezeption ein gutes Englisch spricht sollte auch die telefonische Buchung kein Problem sein. Bis Ende Mai sind alle Zimmer des Hotels für uns reserviert. Nach dieser Frist gehen alle Zimmer wieder in den normalen Verkauf.

Parallel zur Anmeldung bitte auch das Anmeldeformular, welches auf dieser Seite unter Dokumente zu finden ist, ausgefüllt per Email an p.hammann@lsvrp.de senden.

Etwa vier bis sechs Wochen vor Abflug wird es eine ausführliche Vorbesprechung in Bad Sobernheim von etwa einem halben Tag Länge geben, zu der nochmals extra eingeladen wird. Hier werden dann die Flugroute, das Verhalten unterwegs und über Besonderheiten gesprochen. Jede Besatzung erhält ausführliche Hinweise für die Flugvorbereitung und ein kleines Wörterbuch für den Platzrundengebrauch in Französisch.

Der gemeinsame Treffpunkt zum Abflug wird Bremgarten sein. Geflogen wird in Gruppen mit einem Gruppenführer, der für Funk und Navigation verantwortlich ist. Die Standardroute führt über Habsheim, Besancon, Bourg en Bresse, Grenoble nach Gap-Tallard, um gleichzeitig die mögliche Schlechtwetterroute auch bei gutem Wetter kennen zu lernen.

Vor dem jeweiligen Abflugtermin kann unter Telefon 0163 2110885 unsere letzte Wetterinformation bzw. der Zeitplan abgefragt werden.

Kontakt:

Ernst Eymann
Neue Straße 12
67280 Quirnheim
E.Eymann@elektro-krueck.de
06359 9303 11

Termine:

21.08.2021 10:00 - 27.08.2021 16:00
Gap Tallard

Teilnahmegebühr:

Pilot200,00€
Co-Pilot100,00€

Dokumente:

Anmeldung für das Flugsicherheitstraining Gap neu1

Anmeldung:

Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich, da die Anmeldefrist abgelaufen ist.

Mit Betätigen der Schaltfläche „Anmeldung absenden“ werden Name, Adresse, Telefon, E-Mail und der Inhalt der oben ausgefüllten Felder an den seminarausschreibenen Anbieter (Verband) übermittelt.